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Der Titel dieses Teils des Shurangamasutras ist:
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Der Name dieses Bodhisattvas könnte als Große Stärke übersetzt werden. Er wird auch Vajrapani, Diamanten-Stärke, gerufen. Seine Größe ist so unendlich, dass es nichts gibt was größer ist, weil es die Größe der Buddhanatur ist. Er ist so groß, dass es nichts außerhalb von ihm gibt, und dennoch so klein, dass nichts innerhalb von ihm Platz hat. Weil seine Stärke so groß, und seine ehrfurchtgebietende Macht so gewaltig ist, wird er "Grosse Kraft" gerufen. Seine Stärke ist unübertroffen. Da seine Stärke die größte ist, beben die Welten der zehn Richtungen wenn er geht, denn er besitzt solche große Macht. Sie könnten mich nun fragen: „Geht er sehr oft?“ Sorgen Sie sich nicht! Da die Welten der zehn Richtungen immer beben, wenn der Bodhisattva Vajrapani spazieren geht, verweilt er ständig in Samadhi und geht nicht sehr oft. Obwohl er in Samadhi weilt, ist er überall anwesend. Sein Licht ist alldurchdringend, und so ist seine Weisheit. |
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Was ist ein Bodhisattva?
Bodhi bedeutet Erleuchtung und Sattva bedeutet Lebendes Wesen. Darum bedeutet Bodhisattva ein erleuchtetes Lebendes Wesen. Ein Bodhisattva ist ein Erleuchteter unter Lebenden Wesen, oder einer, der Lebende Wesen erleuchtet.
Warum wird gesagt, dass er ein Erleuchteter unter Lebenden Wesen ist? Er ist genau der gleiche wie Sie und ich und alle Lebenden Wesen. Der einzige Unterschied ist, dass er bereit ist, den Bodhicitta Schwur wirklich zu erfüllen. Fleißig und energisch übt er den Bodhisattvapfad und gibt auf, was andere nicht aufgeben können, er erträgt, was andere nicht ertragen können, und vollbringt, was andere nicht fähig sind zu vollbringen. Er hilft allen Lebenden Wesen. Da er fähig ist, allen Lebenden Wesen zu helfen, erreicht er die Erleuchtung und wird ein Erleuchteter unter Lebenden Wesen.
Bodhisattvas waren ursprünglich die gleichen wie der Rest von uns. Nicht nur sind Bodhisattvas das gleiche wie wir, sogar Sakyamuni Buddha ist das gleiche wie wir, er war gerade wie Sie, ich und alle Lebende Wesen, als er vor vielen Kalpas auf der Kausalebene weilte. Sie, ich und alle Lebende Wesen sind im Grunde künftige Buddhas. Deshalb betrachtet der Buddha alle Lebende Wesen als zukünftige Buddhas. Weil er alle Lebende Wesen als zukünftige Buddhas betrachtet, respektiert er sie. Er kümmert sich um alle Lebende Wesen, betrachtet sie mit mitfühlenden Augen und behandelt sie als Gleichgestellte.
Aus diesen Gründen wird gesagt, dass ein Bodhisattva ein Erleuchteter unter allen Lebenden Wesen ist. Er benutzt die Wahrheit, zu der er erwachte, um allen anderen Lebenden Wesen zu helfen, damit sie die gleiche Erleuchtung und den gleichen Nutzen erlangen. Deshalb wird gesagt, dass ein Bodhisattva sowohl sich selbst als auch anderen nützt. Dies war eine kurze Erklärung des Wortes Bodhisattva.
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Der Bodhisattva Vajrapani sagt hier:
Es gibt vier Methoden, um seine Aufmerksamkeit auf den Buddha auszurichten:
1. Eingedenk des Buddhas zu sein durch das Rezitieren seines Namens oder Mantras
2. Eingedenk des Buddhas zu sein durch das Betrachten seines Bildes
3. Eingedenk des Buddhas zu sein durch Kontemplation
4. Kontemplation des wirklichen Aussehens des Buddhas
1. Eingedenk des Buddhas zu sein durch das Rezitieren seines Namens oder Mantras
Mit dieser Methode rezitieren Sie den Namen oder das Mantra eines Buddhas oder Ihres Yidams.
Des Buddhas und Ihres Yidams Namen und Mantra zu rezitieren ist die einfachste, vollkommenste und wirkungsvollste aller Dharmamethoden. Sie erfordert nicht viel Zeit oder Schwierigkeiten. Die Alten können rezitieren; die Jungen können rezitieren; Menschen im mittleren Alter können auch den Namen des Buddhas rezitieren. Die Kranken können Mantras rezitieren und ebenso können die Gesunden dies tun.
„Die Mantra-Rezitations-Methode ist universell geeignet für die drei Veranlagungen und versammelt die Scharfsinnigen sowie die Stumpfsinnigen.”
Die drei Veranlagungen sind: Überlegen, mittelmäßig und niedrig.
Das heißt, dass intelligente, durchschnittliche und auch stumpfsinnige Leute die Erleuchtung realisieren können, wenn sie den Namen und die Mantras der Buddhas rezitieren. Dies bedeutet, dass sowohl die intelligentesten Wesen, wie der Bodhisattva Vajrapani und der Bodhisattva Manjusri, als auch die dümmsten Menschen oder sogar Tiere die Namen der Buddhas und Mantras rezitieren und dadurch befreit werden können.
Wenn sogar Tiere die Erleuchtung erhalten können, um wie viel mehr können es deshalb die Menschen realisieren, welche die intelligentesten unter allen Kreaturen sind!
2. Eingedenk des Buddhas zu sein durch das Betrachten seines Bildes
Um das Bild des Buddhas zu betrachten, müssen Sie zuerst eine Statue des Buddhas oder Ihres Yidams erwerben. Dann, während Sie des Buddhas oder Ihres Yidams Namen und Mantra rezitieren, denken Sie über ihre majestätischen Merkmale nach. Wenn Sie des Buddhas oder Ihres Yidams Bild vollkonzentriert betrachten, während Sie rezitieren, werden Sie leicht in den Mantra-Rezitations-Samadhi eintreten, das heißt, Sie erreichen den Zustand eines konzentrierten, disziplinierten Verstandes.
Das Hauptziel des Rezitierens von Mantras ist, einen konzentrierten, disziplinierten Zustand, den Mantra-Rezitations-Samadhi zu erlangen.
Wenn Sie diesen Samadhi erlangt haben, kann nichts Ihren Zustand der Konzentration beeinflussen: Der Wind kann nicht durchdringen, und der Regen kann nicht durchsickern. Ob Sie gehen, stehen, sitzen, oder liegen, Sie sind immer im Zustand von Samadhi. Wenn Sie gehen, sind Sie eingedenk des Buddhas; wenn Sie sitzen oder liegen, denken Sie auch einzig an den Buddha.
Während Sie in Samadhi weilen, nährt das Wasser der Weisheit Sie.
Wenn Sie den Buddha-Rezitations-Samadhi erlangt haben, wird Ihr Verstand konzentriert und diszipliniert, und Sie werden bestimmt die Befreiung gewinnen.
3. Eingedenk des Buddhas zu sein durch Kontemplation
Dies bedeutet einfach in Ihrem Verstand, ohne ein Bild, den Buddha zu visualisieren.
4. Kontemplation des wirklichen Aussehens des Buddhas
Dies ist der Zustand, in dem man ohne willentlich aufmerksam zu sein dennoch aufmerksam ist; man rezitiert nicht, und dennoch rezitiert man ständig. In diesem Zustand weilt man in Dzogchen Meditation. Dzogchen Meditation ist auf den Buddha ausgerichtet, indem sie seine wirkliche Erscheinung kontempliert, die über allen weltlichen Worten und Normen ist.
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Wie kultiviert man die Methode der Buddha-Rezitation?
Der Bodhisattva Vajrapani benutzt eine Analogie:
Es gibt zwei Menschen, nennen wir sie Person A und Person B, die vielleicht Freunde sind, oder Vater und Sohn, oder irgendeine andere Art von Beziehung zueinander haben. Person A denkt immer an Person B, aber die Person B hat die Person A völlig vergessen.
Person A hat ein ausgezeichnetes Gedächtnis, während die Person B sehr vergesslich ist. Auch wenn sie sich treffen sollten, wäre es das gleiche wie wenn sie sich nicht treffen. Person A würde sich an die Person B erinnern, wenn sie einander begegnen sollten, aber es ist sehr unwahrscheinlich, dass sie überhaupt dazukommen würden, sich zu treffen. Andererseits würde sich die Person B nicht an die Person A erinnern, auch wenn sie sich träfen. Obwohl Person A sein Vater, Sohn, oder irgendein anderer Verwandter ist, würde die Person B ihn nicht erkennen. So wäre ihre Begegnung sinnlos, weil sich nur eine Person erinnern würde
Nehmen wir an, zwei Menschen denken mit großer Intensität aneinander. Dies ist analog zum Buddha, der an die Lebenden Wesen denkt, und Lebende Wesen, die an den Buddha denken.
In der vorausgehenden Situation ist die Person, die sich erinnert, wie der Buddha, der ununterbrochen an die Lebenden Wesen denkt. Die Person, die vergisst, stellt Lebende Wesen dar, die nicht an den Buddha denken. Obwohl der Buddha an Lebende Wesen denkt, denken die Lebenden Wesen nie an den Buddha. Sie operieren nicht auf der gleichen Wellenlänge. So können ihre Lichter sich nicht vereinigen, und es kann keine Antwort geben. Andererseits sind die zwei Menschen, die aneinander mit tiefer Ernsthaftigkeit denken, wie der Buddha, der an die Lebenden Wesen denkt, und wie die Lebenden Wesen, die sich an den Buddha erinnern.
Von einem Leben zum nächsten, vielleicht für viele Leben oder sogar durch mehrere große Kalpas hindurch werden diese zwei Menschen einander nicht verlassen.
Der Zustand der Erinnerung dieser zwei Menschen ist wie unsere Körper und ihre Schatten, die nicht voneinander getrennt werden können. Auf die gleiche Weise können diese beiden Menschen einander nicht verlassen. Sie werden immer miteinander verbunden sein.
Es gibt Buddhas in allen Welten der zehn Richtungen, und sie denken ständig an alle Lebende Wesen auf die gleiche Weise, wie eine Mutter aufmerksam an ihren Sohn denkt. Diese Art von Denken ist vollkommen aufrichtig und von den tiefsten natürlichen Gefühlen erfüllt.
Die Mutter denkt an ihren Sohn, aber er denkt nicht an sie; er ist weggelaufen, um zu spielen. Egal wie intensiv sie an ihn denkt, er kommt nicht zurück.
Wenn der Sohn an seine Mutter genauso intensiv denkt, wie sie an ihn, das heißt, mit der tiefsten Empfindung, dann werden in Leben nach Leben Mutter und Sohn nie voneinander getrennt sein.
Dieser Abschnitt lehrt, dass wenn wir mit tiefer Ergebenheit an die Buddhas denken, die Buddhas an uns denken und die Buddhas werden bestimmt kommen und uns führen.
Obwohl die Buddhas von Mitleid erfüllt an uns denken, sind wir uns dessen nicht bewusst. Dies ist wie der Fall von der Mutter und ihrem Sohn. Weil der Sohn nicht an seine Mutter denkt, wird es für sie nicht leicht sein, einander zu treffen. Wenn der Sohn genauso intensiv an seine Mutter dächte, wie seine Mutter an ihn denkt, wären sie nie weit voneinander getrennt, weil der Sohn seinen Eltern gehorchen und nicht weglaufen würde. Wenn wir intensiv an die Buddhas denken, werden wir rasch zum Reinen Land Ewigen Lichtes zurückkommen, wo die Buddhas residieren.
Lebende Wesen bezieht sich besonders auf Sie persönlich. Sie sollten denken:
“Vajrapani spricht über mich, diesen Taugenichts, dieses Lebende Wesen, das nichts Positives getan hat, dieses Lebende Wesen, das nicht weiß, wie die Freundlichkeit des Buddhas zurückzubezahlen ist, dieses Lebende Wesen, das den Buddha vergessen hat.”
Wenn Sie sich auf diese Art betrachten, werden Sie große Scham und Reue fühlen.
Sie sollten denken:
Der Buddha, in seinem tiefen Mitgefühl, ist gekommen, um mich zu unterrichten und umzugestalten, aber ich wende ihm taube Ohren zu. Ich verstopfe meine Ohren und erweise seiner liebenden Führung keine Aufmerksamkeit. In meinem Herzen existiert der Buddha nicht, es existiert sogar noch nicht einmal das Wort ‘Buddha’.
Rein, bedeutet Brahma, frei von müßigen, zerstreuten Gedanken zu sein.
Wenn Sie jemand sind, der ständig aufmerksam an den Buddha denkt, dann sind Sie mit jedem Gedanken eingedenk des Buddhas.
Achtsamkeit in jedem Gedanken ist das gleiche wie Achtsamkeit in einem einzelnen Gedanken.
Sie hören nie auf, zu rezitieren!
Wenn Sie fähig sind dies zu vollbringen, dann werden Sie fähig sein “Den Ununterbrochenen Reinen Achtsamkeit Samadhi“ zu erlangen.
Samadhi wird als “Gleichmäßig Aufrechterhalten”, oder “Gleichmäßig Regulierend” übersetzt. Es ist ein Zustand, in dem Konzentration und Weisheit vollkommen harmonisiert und nicht-dual sind.
Niedergeschrieben im Monat Mai, 2001 von Lama Orgyen Chödor für die Schüler von Dorje Ying, in Lehigh Acres, Florida.
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